Alanna Lawley: "Alle vier für eine / Eine für alle Vier"

Alanna Lawley

Vita

Alanna Lawley (g. 1983, UK) absorbiert die physikalischen Bedingungen ihrer Umgebung und schafft daraus ortsspezifische Architektur-Konstruktionen in der Verkleidung von fotografischen Kollagen. Indem sie untersucht, wie aufgesplitterte Räume die Erfahrungen von Verwirrung, Angst und Isoliertheit hervorrufen können, verweigert Lawley dem Betrachter die Orientierung in einer festgelegten Zeit und in einem festgelegten Raum. Ihre gegenwärtigen Rauminstallationen setzen sich mit den Beziehungen von Raum und Architektur hinsichtlich der individuellen gegenüber der privaten Sphäre auseinander. Lawley hat ihr Kunststudium am Chelsea College of Art and Design abgeschlossen.

Ausstellungen u.a. in “The Positioning Project #1”, Zentrum Berlin (2013); “sentient”, II II// I, Berlin; “Architecture as Human Nature”, Supermarkt, Berlin (2012); “Duett”, mit Matt Giel, Grizzly Grizzly, Philadelphia (2012); “Salon09”, Matt Roberts Arts, London (2009); „Future Map“, University of the Arts Gallery, London (2005) und „Experimental Video Art“, King Mongkuts Institute of Technology, Thailand (2004).

Alle vier für eine / Eine für alle Vier

bildnerische Installation, 2015 (in der Sammlung)

Aufgehängt in stiller Einheit besetzt Lawleys ortsspezifische Konstruktion aus vier homogen erscheinenden Pfeilern den zentralen Raum im Dachgeschoss. Die Arbeit hinterfragt vorgefasste Erwartungen an Architektur und ihr Verhältnis zum Besucher indem sie entgegen dem Begriff des Fundaments die Struktur von den Balken des Dachstuhls abhängt. Es eröffnen sich mehrdeutige Momente indem die Pfeiler die bestehenden Rhythmen des Raums unterbrechen und so neue Möglichkeiten zur Erkundung aufzeigen.