Der Gutshof Hessenburg ist selbst ein kleiner Kosmos, der zum Verweilen einlädt. Die historische Aufteilung des 8 Hektar großen Ensembles ist unverändert. Das Gutshaus von 1840 bildet das Zentrum des Ortes. Im Norden davon breitet sich eine riesige Hoffläche aus mit symmetrisch zum Löschteich angeordneter Hofschmiede (heute Kranich Café) und Stellmacherei sowie Parkplätzen und den nicht sanierten Gebäuden wie die Schnitterkate, das Schul- und Verwaltergebäude, ein Kuhstall und spätere LPG-Ställe.
Im Süden des Gutshauses erstreckt sich mit mehreren Generationen Baumbestand, Obstwiesen, Teich und Alleen der 4,5 Hektar große ehemals private Park der Familie von Hesse. Das Eishaus (heute Gartenhaus) neben dem Gutshaus sorgte für Komfort im Sommer. Der frühdeutsche Turmhügel mit Ringgraben im Nordosten ist ein Relikt aus dem 13. Jahrhundert und die früheste Besiedlung des Ortes Schlichtemühl. Hier stand die Burg des Ritters Antonius von dem Bughe. Erst 1840 erreichte die Familie von Hesse die Umbenennung in Hessenburg.
Von 2015 bis 2020 begleitete die Landschaftsarchitektin Ludivine Gragy die denkmalpflegerische, gestalterische und ökologische Regeneration der Gutsanlage.










